DS-GVO-Projekte -> Nein – halbe Sachen werden nicht funktionieren!

Einige Unternehmen stoßen -nun endlich- Projekte zu Vorbereitung auf die Einhaltung der Regelungen der DS-GVO an.

Sie stellen dann oftmals fest, dass der Weg weit und einige Maßnahmen schmerzhaft sind.

Wie sooft in solchen Momenten, beginnt dann das Verdrängen in die unteren Ränge.

Es wird an jemanden im Hause oder/und extern delegiert, in Meetings darüber gesprochen und gehofft, dass es sich schon löst, da doch alle irgendwie betroffen sind und jeder davon spricht, etwas zu tun. Das Echo wird zur Bestätigung der Handlung.

Erkenntnis Nr. 1: Das, was da gerade zu tun ist, hätte zum grossen Teil schon längst getan werden müssen.

Erkenntnis Nr. 2: Anständig und professionell mit den eigenen Daten umzugehen, ist mühsam – vorallem wenn man in sich Pauschalantworten verliert und keine Entscheidungen zu treffen bereit ist. (Bspw.: Wie soll “das mit dem Löschen” denn gehen – das kann sich ja keiner leisten. Antwort: “Das mit dem Löschen” gibt es nicht. Werden Sie konkret! Verstehen Sie ersteinmal, was da wo mit welchen Daten passiert. Dann geht es auch!)

Erkenntnis Nr. 3: Wenn es der Kopf nicht verstanden hat, werden die Füße es nicht tragen können. Will heissen: Das Management muss es genauso verstehen und mittragen wie die Beschäftigten.

Erkenntnis Nr. 4: Das eine sagen und das andere tun – Wenn Sie wollen, dass es gelingt, müssen Sie es vorleben. Sonst machen Sie sich unglaubwürdig.

Erkenntnis Nr. 5: Wenn das Management nicht klar gesagt bekommt, dass es Verantwortung für die eigenen Datenverarbeitungsabläufe zu tragen hat (mit Sanktion bei Nichtbeachtung), wird es ein “So-tun-als-ob-Schaulaufen”, aber kein zukunftstragender Erfolg.

Die Einhaltung der Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist kein Hexenwerk, sondern im Grunde eine Art Knigge des Miteinanders. Auch korrektes Benehmen ist nicht immer einfach oder ohne Anstrengung – aber fraglos richtig und es trennt so manche Spreu vom Weizen.

Die Frage, die sich Unternehmer hinsichtlich ihres Umgangs und auch ihrer mittelfristigen Wertschöpfung im Bereich der eigenen Datenverarbeitung stellen könnten, ist: “Bin ich Weizen?”